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Fokus – der unterschätzte Schlüssel zum Erfolg

Bruce Lee sagte einmal: „Ein erfolgreiche Kämpfer ist ein mitunter durchschnittlicher Mensch, aber mit laserartigem Fokus“. Sein Satz ist höchst bedeutsam, da er eine Beobachtung in Worte kleidet, die die moderne Forschung heute vielfach bestätigt: Die Fähigkeit, sich im entscheidenden konzentrieren zu können, ist ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg, selbst wenn andere Fähigkeiten nur mittelmäßig ausgeprägt sind.

Auch in der modernen Arbeitswelt, in der Menschen am Schreibtisch „kämpfen“, verhält es sich ähnlich: Fokus fazilitiert geistige Leistungen, in dem er das Denken präzisiert, das Schlussfolgern erleichtert und das Lernen intensiviert. Wenn wir uns die Aufmerksamkeit wie einen Scheinwerfer vorstellen, der sich etwas richtet, ist die Konzentration der Lichtstrahl. Je enger er wird, desto „heller“ ist die Leistung, die der Fokus nach sich zieht.

Zahlreiche Studien belegen die positiven neurophysiologischen Auswirkungen, überwiegend jedoch unter Laborbedingungen. Aber wie erleben es Betroffene „real life“ am Arbeitsplatz? Wir wirken sich Fokuszeiten subjektiv auf Arbeitsorganisation, Meetingkultur, Teamprozesse, Führung und individuelle Selbstregulation aus?

Hierfür beobachtete Vera Starker und ihr Team 452 Mitarbeitende über 12 Monate. Diese hatten eine tägliche Fokuszeit, in der sie durch keinerlei Störfaktoren unterbrochen wurden. Ich durfte diese schöne Arbeit in ihrer Schlussphase ein paar Schritte wissenschaftlich begleiten.

Die Ergebnisse zeigen vielfach positive Veränderungen. Besonders starke Effekte zeigten sich bei Meetingqualität, Führung und individueller Selbstregulation, die größten Zuwächse lagen hier bei mehr als 25%. Salopp gesprochen: Ordneten die Mitarbeiten ihre Aufmerksamkeit, ordnete sich auch zahlreiche weitere Umstände ihrer Arbeitskultur.

Ein weiterer, zentraler Befund: Der organisationelle Rahmen einer verlässlichen Fokuszeit erlaubte den Mitarbeitenden eine bessere eigene Abgrenzung. Das wiederum half ihnen, sich anschließend weniger durch Kleinigkeiten unterbrechen zu lassen. Die Arbeit zeigt somit einmal mehr, was wir auch auf anderen Gebieten sehen: Verhalten muss auf Verhältnisse treffen, die selbiges möglich machen.

Die Arbeit zeigt zusammenfassend, dass der Zugewinn ein Fokus nicht auf neurophysiologische Aspekte beschränkt bleibt, sondern ganz direkt im subjektiven Erleben der Menschen am Schreibtisch ankommt. Durch einen Lichtstrahl, den wir für einen beschriebenen Zeitraum verengen dürfen, können wir selbst mittelmäßige Leistungen auf ein höheres Niveau heben. Bruce Lee hatte recht (auch wenn ich ihn mir nur schwer an einem Schreibtisch vorstellen möchte).

Danke Vera Starker, Katharina Roos und allen anderen Mitstreitern für ihr Engagement und ihren täglichen Kampf für mehr Fokus in einer (Arbeits)Welt, die sich in immer mehr Zerstreuung verliert.

Link zu unserer gemeinsamen Studie:

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Beitragsbild Blog Kopfsachen: Fokus

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